Die besten Pflegetipps für verlängerte Haare

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Eine volle Haarpracht bis zu den Schulterblättern oder sogar bis zur Hüfte ist wohl der geheime Traum jeder Frau. Doch weil das natürliche Wachstum höchstens einen Zentimeter pro Monat beträgt, vergehen viele Jahre, bis die ersehnte Mähne »gezüchtet« ist.

Seidig glänzende Haarverlängerungen sind Lifestyle pur zu erschwinglichen Preisen, die trendbewussten Damen von einem Tag auf den anderen zur schönsten Traumfrisur verhelfen.

Dieser Beitrag soll auch Leserinnen ansprechen, die mit dem Gedanken spielen, Extensions einarbeiten zu lassen, denn die Pflege der neuen Haare unterscheidet sich grundlegend von der bisherigen Routine.

Waschen – Rubbeln – Bürsten: Das war einmal

Auch wenn es schwerfällt, ganz frisch eingearbeitete Extensions dürfen zwei Tage lang nicht gewaschen werden: Die Verbindungen brauchen Zeit, um sich zu festigen.

Diese Zeit lässt sich prima nutzen, um Ausschau nach geeigneten Haarpflegeprodukten zu halten. Wahrscheinlich empfiehlt der Friseur spezielle Hausmarken, doch genauso gut eignen sich frei verkäufliche Shampoos und Conditioner.

Welche Haarpflegemittel eignen sich für Extensions?

Einige Inhaltsstoffe in Shampoos verkürzen die Lebensdauer der künstlichen Haartressen deutlich.

Folgende Ingredienzen sollten keinesfalls enthalten sein:

Alkohole

Alkohole dienen als Emulgatoren, sie steuern die Löslichkeit bestimmter Inhaltsstoffe und werden als Konservierungsmittel zugefügt. Keine Angst, es ist nicht zu wissenschaftlich, Alkohole zu erkennen. Alle Namen mit den Endungen »-ol«, wie Panthenol oder Propanol, trocknen die Haarstruktur aus (Schuppenshampoo!).

Öle und Fruchtsäuren

Weizenkeimöl oder Neemöl sollen das Haar mit Feuchtigkeit versorgen. Was sich nach »natürlichen« Wirkstoffen anhört, sind industriell gewonnene Tenside, die Fettalkohole enthalten ( Natrium sec-Laurylsulfat), wie eine »Oil Repair« Pflegeserie.

Silikone

Die mikrofeinen Kunststoffpartikel in Shampoos und Spülungen sind nichts anderes, als die Abdichtmasse aus dem Baumarkt zur Oberflächen-Versiegelung. Doch wer mag schon sein Haar mit der Chemikalie Polyquaternium einbalsamieren? Selbstverständlich spiegeln »Bambus-Essenzen« und »Kaschmirextrakte« Hochwertigkeit wieder, doch hinter den genannten Naturschätzen verbergen sich kaum mehr als Namensgeber in Minimalmengen am Ende der Liste.

Die zwei Tage sind vorbei. Und nun kann gewaschen werden?

So ist es. Aber halt! Haarverlängerungen nie über Kopf, sondern nur vorsichtig ohne Reiben und Kneten nach hinten waschen, um möglichst wenig Verwirrungen zu erzeugen. Nach dem Shampoonieren kommt die Spülung an die Reihe.

Haarspülung und Kur nie auf die Bondings auftragen

Das Gleiche gilt für Conditioner, Balsam, Leave-In-Sprays. Feuchtigkeit spendende Anwendungen ziehen sich unter die Verbindungsstellen mit dem Echthaar. Schlimmstenfalls können sich die Bondings lösen oder abrutschen. Richtig ist es, Kämmhilfen nur in die Haarlängen einzuarbeiten und nach dem Ausspülen die Haare im Handtuch vorsichtig abzutupfen.

Synthetische Extensions sind doppelt so empfindlich wie Echthaar

Vor dem Styling sollten die Haare antrocknen, um die Bondings mit weniger Ziehen zu belasten. Mit speziellen breit gezahnten Extension-Kämmen und Bürsten lassen sich die gesamten Haarlängen von den Spitzen bis zur Kopfhaut schonend entwirren.

Bei starken Verknotungen erleichtert ein Detangler das Durchkämmen.

Was gibt es beim Styling zu beachten?

Künstliche Haarverlängerungen lassen sich problemlos mit dem Föhn, einem Lockenstab oder einem Glätteisen in Form bringen. Es empfiehlt sich, einen Hitzeschutz aufzutragen und den Föhn immer in etwa 20 – 30 cm Abstand zu halten.

Möglichst geringe Hitze und reichhaltige Pflegeprodukte schonen künstliche Verlängerungen. Es lohnt sich sehr, Pflegetipps für verlängerte Haare einzuholen. Wo? Zum Beispiel in einem Geschäft, wo Perücken verkauft werden oder einem spezialisierten Haarstudio.

Na denn, gute Nacht

Afro-Trägerinnen tun es sowieso, doch auch glatthaarige Extensions-Trägerinnen sollten nachts einen lockeren Zopf flechten oder ein Bun am Oberkopf zusammendrehen, um das Kunsthaar möglichst wenig zu strapazieren.

Was darf man auf gar keinen Fall machen?

Großes Risiko birgt das Färben der Haarverlängerungen, wobei nach Echthaar- und Kunsthaar-Extensions unterschieden wird.

Echthaar-Verlängerungen lassen sich durchaus schon vor dem Einsetzen colorieren, doch auch eine spätere Entscheidung zum Farbwechsel ist problemlos. Das Färbemittel darf nicht mit den Verbindungen in Kontakt kommen.

Synthetische Haarverlängerungen einzufärben bringt unvorhersehbare Ergebnisse. Chemische Wechselwirkungen können anstelle der erwünschten Braun-Nuance strahlendes pink oder himmelblau hervorbringen. Sogar der natürliche Farbstoff Henna reagiert auf Kunsthaar mit grünlichem Gelb.

Aufhellungen gehören grundsätzlich in professionelle Hände. Besonders große Farbunterschiede von dunkelbraun zu platinblond sind zu Hause schwierig zu realisieren, da möglicherweise zu geringe Aufhellungskraft der Pigmente einen unansehnlichen Rot- oder Gelbstich bewirkt.

Wie lange halten Haarverlängerungen?

Bei sorgfältiger Pflege werden Extensions nach sechs Monaten erneuert, da sich die Verbindungen aufgrund des Haarwachstums weiter weg vom Ansatz befinden. Beim kleinsten Windstoß werden die Ansatzpunkte sichtbar, was nicht so schön ausschaut.

Fazit

Die regelmäßig angewandten Pflegetipps für verlängerte Haare erhalten seidigen Glanz und Elastizität. Übrigens lassen auch Herren Extensions einarbeiten, um die eigene Haarfülle zu verdichten.
Griffiges, volles Haar verkörpert seit jeher Vitalität – es gibt absolut keinen Grund, der Natur mit fast unsichtbaren künstlichen Strähnen sanft auf die Sprünge zu helfen!

 

Sade & Johannes von KrasseKrause.de